(photo & allrights: LANDE HEKT / facebook hp)


Manche DInge möchte man einfach nicht hören.
Du bist doof. Du bist zu fett. Du hast da ’nen Pickel. Deine Haare sehen scheiße aus.
Das ist langweilig.
Mach doch mal nen besseren Vorschlag. Unternimm endlich was.
Fahr zur Hölle.

Manch andere Dinge möchte man ständig hören. Möchte man im Kopf behalten. Möchte man in die Welt hinaus schreien.

Hätte ich Geld, also, genügend, ich würde all meinen Bekannten eine Platte schenken.




Muncie Girls

LANDE HEKT

schafft mit ihrem neuen Album, was viele andere Künstler nicht schaffen.
Begeisterung.
Schwung!
Freude!
Elan!
Geile Melodien!
Spaß!
Texte ohne Pein!
Ideen.
Offenheit.
Souveränität.
Selbstverständnis.


Ein meisterhaftes Werk, vom ersten Ton an.
Ein Album, das seine Power und Atmosphäre vom ersten Ton an halten kann. Ja, mehr noch, sich steigert. Und nochmal steigert.

Ein endloses Vorspiel mit dem Versprechen, am Ende glücklich und zufrieden ins Kissen zu sinken und kurz über das Alter nachzudenken, sich zu fragen, na, kann ich nochmal?
Sicher.


Ein Werk der Selbstfindung, dem zu sich selbst-stehen, der Selbstakzeptanz, der Einfachheit, der Schönheit.

Das Album haut einen schlauen Satz nach dem nächsten raus, ohne das man es richtig mitbekommt, eher schafft es beiläufig und unaufdringlich einprägsam zu sein und ein Freund, Helfer und Begleiter.
In Dunkelheit eine Hand zu finden, einen Begleiter, der einen ohne Hintergedanken einfach in den Arm nimmt ohne das man ihn dazu auffordern müsste. so etwas ist diGoing To Hell.
In zarter Brüchigkeit zeigt es Monmente von Stärke und Größe, wirkt dann wieder einsam und verloren, ohne in depressive Stimmung abzutauchen.
Das Finden und Akzeptieren der eigenen Sexualität, die Freiheit, sich damit ohne fremdbestimmten Druck und Auflagen gut und frei und wohl zu fühlen ist Thema, schade genug, dass es diese Thematik überhaupt zu beackern gilt.
Zusammengefasst bleibt Mut und Kraft, ein Zutrauen, ein Hervorpreschen (Schaut, hier bin ich, ich bin mutiger, als Ihr denkt -In The Darkness) scheint hier die Sonne und die Songs der Künstlerin bringen uns die Wärme direkt und frei Haus.
Das ist großartig und befreieend, das macht einfach Spaß und drängt sich geradezu zu einer Wiederholung auf.

Wenn man sich in schwierigen Zeiten, in schlechen Momenten nach einer Musk sehnt ist das für diese Musik ein großes Lob.

Und mit
Going To Hell
schafft es

LANDE HEKT

ganz ärmelschüttelnd leicht, sich in unsere Wünsche zu zaubern.
Und außerdem weiß man manchmal eh nicht so genau, warum man etwas liebt und toll findet.


100/100

LANDE HEKTGoing To Hell
Get Better Records, 22.1.2021


Whiskey
80 Days Of Rain
Hannover
Winter Coat
Undone
December
Stranded In Berlin
Impending Dooming
Candle
Going To Hell
In The Darkness





// In english:

You are bomb

Some things you just don’t want to hear.
You are stupid. You’re too fat. You have a pimple. Your hair looks like shit.
It’s boring.
Why don’t you make a better suggestion? Do something about it.
Going to hell.
Some other things you want to hear all the time. You want to keep in mind. You want to shout out into the world.
If I had money, well, enough, I would give all my acquaintances a record.
Muncie Girls
LANDE HEKT
manages with her new album, what many other artists do not manage.

Thrill!
Enthusiasm!
Joy!
Elan!
Horny melodies!
Fun!
Lyrics without torment!
Ideas.
Openness.
Sovereignty.
Self-conception.

A masterful work, from the first note.
An album that can hold its power and atmosphere from the first note. Yes, even more, it increases. And increases again.
An endless prelude with the promise to sink happily and contentedly into the pillow at the end and to think briefly about age, to ask oneself, well, can I do it again?
Sure.

A work of self-discovery, of standing by oneself, of self-acceptance, of simplicity and beauty.
The album throws out one clever sentence after the next without you really noticing, rather it manages to be casually and unobtrusively memorable and a friend, helper and companion.
To find a hand in the darkness, a companion who simply takes you in his arms without ulterior motives and without you having to ask him to do so.
Going To Hell
is something like that.

In tender fragility it shows monments of strength and greatness, then again it seems lonely and lost without diving into depressive mood.
Finding and accepting one’s own sexuality, the freedom to feel good and free and comfortable with it without external pressure and constraints is the topic, it’s a pity enough that this topic has to be tackled at all.
In summary, courage and strength, a confidence, a rush forward (Look, here I am, I’m braver than you think -In The Darkness) shines here the sun and the songs of the artist bring us the warmth directly and free house.
It’s great and liberating, it’s just fun and almost pushes itself to be repeated.
If you long for a musk in difficult times, in bad moments is a great praise for this music.

And with
Going To Hell
it manages

LANDE HEKT

quite sleevelessly easily manages to conjure itself into our desires.
And besides, sometimes you don’t really know why you love something and think it’s great.

Ein Kommentar zu „Du bist Bombe! LANDE HEKT – Going To Hell (review)

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