(photo & allrights: NEW PAGANS / Bandcamp (hp) )


Wenn eine irische Band ein Debüt veröffentlicht und im Vorfeld in einschlägigen Medien die Alarmglocken vorfreudig herumglocken, muss irgendetwas dran sein.
Eigentlich.

NEW PAGANS

machen Power-Pop mit eingewobenen Grunge-Emo-Punk-Attitüden (I Could Die), hervorpreschendem Frauengesang und jeder Menge eingeübter und damit ungefährlicher Geschwindigkeit.

Wenn dann aber nur ein mittelmäßig spannendes Album präsentiert wird frage ich mich, ob meine Ansprüche zu hoch oder die Ansprüche der Anderen unter Umständen niedriger angesiedelt sind.

Das klingt hier alles gut und schön oder besser nach wohl durchdachtem, grob und wild-Sound, der aber weder besonders auffällig daherkommt, noch durch Besonderheiten auf sich aufmerksam macht. Oder gar innovative Neuigkeiten einstreut oder durch eingängige Melodien zu überzeugen wüßte.
Es fehlt seltsamerweise der Mut zur Außergewöhnlichkeit.
Ein Ausreißer in positiver Hinsicht für mich ist das messerscharfe, im Tempo stets variierende Lily Yeats, bei dem auch Sängerin Lyndsey McDougall mal über ihre (oft angestrengt und aufgesetzt wirkende) stetige Quengeligkeit hinausgeht. Das ihre männlichen Bandkollegen hier auch noch mitmischen wollen wird zur Kenntnis genommen – wenngleich weniger mehr gewesen wäre (Erinnert Ihr Euch an The Romantics? Talking In Your Sleep und das Album, auf dem man sich auch des Gefühls nicht erwehren konnte, es muss krampfhaft versucht werden, eine schnieke Melodie hinzubekommen? Das hier.. ist ähnlich. ) Das anschließende Admire hat die Ruhe weg und schwingt sich auch nach mehrmaligem Hören gleichbleibend auf zum Liebling des Albums.
Das ist alles in Ordnung und sicher auch nicht schlecht. Aber oft prominent in den Vordergrund gespieltes Bassgezupfe und Hauruck-Gitarrenriffs allein machen noch nicht das, was wir wollten.
Für mehr als ein anerkennendes Nicken hat’s daher leider nicht gereicht.


58/100

NEW PAGANS The Seed, The Vessel, The Roots And All

It’s Darker
Bloody Soil
Charlie Has The Face Of A Saint
I Coud Die
Lily Yeats
Admire
Harbour
Yellow Room
Ode To None
Natural Beauty
Christian Boys




// in english:

What we wanted

When an Irish band releases a debut and alarm bells are ringing in anticipation in the relevant media, there must be something to it.
Actually.

NEW PAGANS

make power-pop with interwoven grunge-emo-punk-attitudes (I Could Die), bursting female vocals and a lot of practiced and therefore harmless speed.

But when the result is only a moderately exciting album, I wonder if my standards are high or if the standards of others are lower.

This sounds here everything well and good or better after well thought-out, roughly wild sound, which comes along however neither particularly conspicuously, nor by special features on itself mscht or even innovative novelties intersperses nor by catchy melodies to convince would know.
The courage to the unusualness is missing.
An outlier in positive regard for me is the razor-sharp, in the tempo always varying Lily Yeats, in which also singer Lyndsey McDougall sometimes goes beyond her (often strained and put on) steady quenchiness. The fact that her male bandmates also want to get involved here is taken note of – although less would have been more (Remember The Romantics? Talking In Your Sleep and that album, where you couldn’t help feeling that they had to try desperately to come up with a snappy melody? This one… is similar. ) The following Admire has the calm away and swings even after repeated listening consistently to the favorite of the album.
That’s all fine and certainly not bad. But often prominently played bass plucking and hair jerk guitar riffs alone still don’t do what we wanted.
Unfortunately, it wasn’t enough for more than an appreciative nod.


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