Ein Fels in der Brandung.

Heißt umgangssprachlich wie Jemand, auf den man sich verlassen kannen. Jemand, der auch in schwirigen Zeiten nicht den Überblick verliert. Einen klaren Kopf behält. Ein stressresistentes Wesen mit offenen Armen und Ohren.

REMEMBER SPORTS

hießen früher einfach Sports.

Like A Stone
ist nach der Umbenennung und Umgestaltung des Line-Ups nach dem 2018er Slow Buzz ihr zweites Album.
Auch hier erzählen sie uns wieder mit gekonntem Gitarrenspiel, mit Verve und Positivismus ihre Stories. Und machen uns dabei das Mögen gar nicht schwer.
Hier eine nette eingestreute Melodie, hier ein mehrstimmiger Chor (Carmen Perry gibt nichtdestotrotz unangetastet weiter den Ton vor), hier heulende Elektrische, hier Einfühlsamkeit, gezupftes Banjo (Eggs).

Hier ein countyesker Chor zum Einstieg (Materialistic), gekonnte Pausen ( ), heranstampfendes Schlagzeug, brandende Melodie, klagend einfühlsam vorgetragrene gedankenverhangene Lyrics.

So richtig schlecht ist das nicht, im Gegenteil.
Im Titelsong reißen sie sogar mal richtig mit.
Ein Problem könnte sein: So richtig toll ist das auch nicht.
Eine im oberen Mittelfeld sich einordnende Platte, die ihren Charme hat, darüber hinaus eher im Status des Findens verharrt und gewisse Möglichkeiten ungenutzt scheinen lässt.

Angepunkt und Bluesrock verhaftet mit dem ewig gleichen / durchaus charakteristisch für die Band typischen Damen/Herren-Chanter machen Flossie Dickie nicht zur ergreifenden Übernummer.

Dabei kommen durchaus interessante Ansätze, wie da sanft spielerische schleichende und mit fast sieben Minuten längste Track der Bandgeschichte, Out Loud kurz vor Ende der Platte.

Ein Album der Entwicklung. Über die Phase der Band, in der die Mitglieder*/ selbst aus der Jugendlichkeite heruawuchsen und in der Zwischenzeti feststellen mussten, dass es gar ncht so einfach ist, den Beruf mit dem Musik machen zu vereinbaren. Was macht Sinn, wie viel geht, wie viel kann man sich selbst zumuten?
Dass viele ihrer Freunde und Bekannten mittlerweile auch um den Lebensunterhalt zu sichern, aufgegeben haben, ihre eigenen Musik zu machen, stimmt nachdenklich, vielleicht ja auch etwas ängstlich.

Hiervon handelt dieses Album. Auch.
Und auch der Glaube, die christliche Erziehung der Bandleaderin widerspiegelt sich in den neuen Songs.

Neben neuen Klängen wie erwähnten Country-Touch und Synths und Drummachine können sie natürlich nicht ganz von dem lassen, was sie schon auf den Vorgängeralben mehr oder weniger erfolgreich praktiziert haben: Druckvolle Songs mit einer gewissen aufmüpfigen Liebenswürdigkeit.

Es gibt viele Möglichkeiten.
We will see where they will take us.

° ° °

70/100

REMEMBER SPORTSLike A Stone
Father/Daughter Records, 23.4.2021





// in english:

Where to go

A rock in the waves.
Colloquially means someone you can rely on. Someone who does not lose the overview even in difficult times. Someone who keeps a clear head. A stress-resistant being with open arms and ears.
REMEMBER SPORTS
used to be simply called Sports.
Like A Stone
is their second album after renaming and reshuffling the lineup following 2018’s Slow Buzz.
Again they tell us their stories with skillful guitar playing, verve and positivism. And in doing so, don’t make it hard for us to like at all.
Here a nice interspersed melody, here a polyphonic choir (Carmen Perry continues to set the tone untouched), here howling electric, here empathy, plucked banjo (Eggs).
Here a countyesque choir to start (Materialistic), skilful pauses ( ), pounding drums, burning melody, plaintively empathetic lyrics.

This is not really bad, on the contrary.
In the title song, they even really tear along.
One problem could be: It’s not really great either.
A record in the upper midfield, which has its charm, but moreover remains rather in the status of finding and leaves certain possibilities unused.
Punky-touched and Bluesrock arrested with the eternally same / quite characteristic for the band typical ladies / men Chanter make Flossie Dickie not the gripping Super-Song.

At the same time come quite interesting approaches, as da gently playful creeping and with almost seven minutes longest track in the band’s history, Out Loud just before the end of the record.
An album of development. About the phase of the band, in which the members*/ themselves grew out of youthfulness and in the Zwischenzeti had to realize that it is not so easy to reconcile the profession with making music. What makes sense, how much is possible, how much can one expect of oneself?
The fact that many of their friends and acquaintances have given up making their own music in the meantime, also in order to secure their livelihood, makes them think, maybe even a little afraid.
This is what this album is about. Also.

And also the faith, the Christian upbringing of the band leader is reflected in the new songs.
In addition to new sounds like mentioned country touch and synths and drum machine, of course, they can not completely leave from what they have already practiced more or less successfully on previous albums: Pressing songs with a certain rebellious kindness.

There are many possibilities.
We will see where they will take us.

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