(photo & allrights: HELMS ALEE / Bandcamp)

Nach wie vor sind die hier irgendwo ganz schön schräg und heftig.

Mit ihrem neuen Album
Keep This Be The Way
schlagen

HELMS ALEE

keinen komplett neuen musikalischen Weg ein, verknüpfen aber alte Tugenden mit neu entdeckten Möglichkeiten.
Wenn hier gleich im Eröffnungstrack Saxophon und Synthieklänge in ihr sonst typsiches krach-Design eingewoben werden, ist das durchaus eine hörenswerte Bereicherung.
Ebenso finden wir zerrende, sphärische Nuancen und Phasen (Big Louise) dunkler Wave-Töne eines Kraut-Artrock-Ambientes.
Durchaus passend im Gesamtbild, gleichsam voll spannungsgeladenem Interesse wird man dem dreistimmigen Gesang in Mouth Thinker folgen.

Wie in Tripping Up The Stairs schleudern die Drei einem ansonsten mit Inbrunst die schneidenden Gitarren/Schlagzeug-Wälle ins Gesicht, die sich anfühlen wie kristallisierte Schneebälle mit fiesen kleinen Steinchen drin. Unbeabsichtigt vom Werfer hineingelangt, natürlich, hinterlassen sie kleine Schnitte im weichen (weißen) Fleisch und verpassen Dir als cooler Sideeffekt ein räudigeres, gefährlicheres Outfit.
Da kann man mitmischen, in der Gilde der Wilden.

Wenn ich in The Middle Half dann an Kim Wilde und ihr Kids In America denken muss, ist das schon ein fettes Grinsen inmitten dieses im Großen und Ganzen erneut eher unnachgiebigen Krachwerks wert.

Folgt hernach eine im Rahmen der Möglichkeiten fast sonnige Psychohymne mit kernigem Hintergrund, ist dies gelinde gesagt bemerkenswert – die Verschnaufpause aber angesichts der gerade mal knapp über 35 Minuten Maltration doch eher kurz gehalten, stampfen die drei doch schon im kommenden Abschlußsong wieder kräftig mit den Füßen auf und hauen uns die Instrumente um die Ohren. Gerade, wie es ihnen gefällt.
Uns auch.

° ° °
91/100

HELMS ALEE Keep This Be The Way
Sargent House, 29.4.2022

See Sights Smell Smells
Keep This Be The Way
Tripping Up The Stairs
Big Louise
Do Not Expose To The Burning Sun
The Middle Half
Mouth Thinker
Three Cheeks To The Wind
Guts For Brains

° ° °

// in english:

Snake breath

As before, these are somewhere pretty weird and heavy.

With their new album
Keep This Be The Way
hit

HELMS ALEE

not a completely new musical path, but they combine old virtues with newly discovered possibilities.
When saxophone and synth sounds are woven into their otherwise typical krach design in the opening track, it is definitely an enrichment worth hearing.
We also find tugging, spherical nuances and phases (Big Louise) of dark wave tones of a Kraut art rock ambience.
The three-part vocals in Mouth Thinker fit perfectly into the overall picture and are full of suspenseful interest.

As in Tripping Up The Stairs, the three otherwise hurl the cutting guitar/drums walls in your face with fervour, which feel like crystallised snowballs with nasty little stones in them. Unintentionally hit by the thrower, of course, they leave little cuts in the soft (white) flesh and give you a mangier, more dangerous outfit as a cool side effect.
You can get in on that, in the savage guild.

When I have to think of Kim Wilde and her Kids In America in The Middle Half, it’s worth a fat grin in the midst of this, on the whole, again rather unrelenting noise work.

The following psycho anthem with a pithy background, which is almost sunny within the bounds of possibility, is remarkable to say the least – but the breather is kept rather short in view of the just over 35 minutes of maltration, as the three of them stomp their feet hard again in the coming closing song and bash the instruments around our ears. Just the way they like it.
Us too.

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