(photo & allrights: BELLE & SEBASTIAN / Bandcamp / Matador)

Rezensionen über Helden verfassen ist nicht leicht.
Helden leben in einem anderen Universum.
Sie haben Geschichte geschrieben.

Ich war noch nie in einem anderen Universum.
Ich habe schon einige Geschichten geschrieben.
Aber das ist etwas anderes.

Helden, also, musikalische Helden sind etwas Besonderes.
Jede neu angekündigte Veröffentlichung dieser Helden löst in vielen, in unzählbar vielen Menschen Gefühle aus.
Es sind meist schöne Gefühle, man sagt ja auch, Vorfreude ist die schönste Freude.
Manchmal sind es auch einfach Erinnerungen.
An Erlebnisse. An Konzerte.
An Menschen. Töne. Klänge.
Lieder. Songs.
An Menschen, die man in seinen Erinnerungen mit diesen Songs, diesen Konzerten, diesen Musikern verbindet.

Geschichten über

BELLE & SEBASTIAN

gibt es viele.
Unzählig viele.

Ihr neues Album hat im Vorfeld verhältnismäßig wenig Wind gemacht. Staub aufgewirbelt.
Es gab eine Ankündigung und eine Single.
Ich habe keine Begeisterungsstürme über die anstehende Veröffentlichung gelesen.
Vielleicht wollte ich das nicht. Wollte unvoreingenommen herangehen. Entdecken.

Und, gefällt’s Dir?

Ja. Es gefällt mir.
Es ist das erste Album nach sieben Jahren. Es ist das zehnte Album der Band, dieser Zusammenfügung genialer, ambitionierter Musiker. Künstler.

Die früher mal Begeisterung hervorrief. Nicht nur bei leicht abgefuckten Heranwachsenden, die auf der Suche nach Ersatz für The Smiths als neue Lieblingsband fungierte und funktionierte.

Irgendwann gab es dann so etwas wie eine Vergangenheit, ein neues Licht, ein paar neue Aspekte, seitdem gab es, wie bei ähnlichen Helden (wie beispielsweise Prefab Sprout) Stilerweiterungen, es wurden neue Horizonte geschrieben durch die Öffnung und das Annehmen anderer kreativer Menschen.

Popmusik ist Popmusik ist Popmusik und auch

BELLE & SEBASTIAN

sind noch immer sie selbst.
Sie machen jetzt einiges anders.
Das ist aber gar nicht schlimm.
Das ist noch immer, nicht immer aber noch oft auf einem Album, ziemlich cool.
Wenn man nichts zu sagen weiß, kommt da ein Song, der nimmt Dich mit und dann sind sie wieder da, diese Erinnerungen.

° ° °
91/100

BELLE & SEBASTIANA Bit Of Previous
Matador Records, 6.5.2022

Young & Stupid
If They’re Shooting At You
Talk To Me, Talk To Me
Reclaim The Night
Do It For Your Country
Prophets On Hold
Unnecesary Drama
Come On Home
A World Without You
Deathbed Of My Dreams
Sea Of Sorrow
Working Boy In New York City


// in english

Trust, memories, love

Writing reviews about heroes is not easy.
Heroes live in a different universe.
They have written history.

I’ve never been in another universe.
I have written some stories.
But this is something different.

Heroes, well, musical heroes are something special.
Every newly announced release of these heroes triggers feelings in many, in countless people.
They are mostly nice feelings, they say that anticipation is the best joy.
Sometimes they are simply memories.
Of experiences. Of concerts.
Of people. Sounds. Sounds.
Songs. Songs.
To people whose memories you associate with these songs, these concerts, these musicians.

Stories about

BELLE & SEBASTIAN

there are many.
Countless many.

Their new album has made relatively little wind in the run-up. Dust has been stirred up.
There was an announcement and a single.
I didn’t read any buzz about the upcoming release.
Maybe I didn’t want to. Wanted to approach with an open mind. Discover.

So, do you like it?

Yes, I like it.
It’s the first album after seven years. It’s the tenth album of the band, this assembly of brilliant, ambitious musicians. Artists.

Which used to cause enthusiasm. Not just among slightly fucked-up adolescents, who were looking for replacements for The Smiths as a new favorite band and worked.

At some point there was something like a past, a new light, some new aspects, since then, as with similar heroes (such as Prefab Sprout), there have been style expansions, new horizons have been written by opening and accepting other creative people.

Pop music is pop music is pop music and also

BELLE & SEBASTIAN

are still themselves.
They do some things differently now.
But that is not bad at all.
That’s still, not always but still often on an album, pretty cool.
When you don’t know anything to say, there comes a song that takes you away and then they are there again, those memories.


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