(photo & allrights: ERDMÖBEL / Matthias Sandmann)

° ° °

Wunderbar, wunderbar, schön, schön.

Du musst mitkommen mit mir, bitte.
Niemand wird dich finden.
Ist das ein Zeichen?

ERDMÖBEL

machen weiter und weiter, drehen am Rad ohne zu verzweifeln und bieten Schlupf und Unterkommen bei Akutzuständen gedanklicher Unklarheit.
Ein Finden, ein sich Besinnen.
Die Macht ist mit ihnen.

Zwischen Calexico und Dire Straits pirschen sie sich heran und kreuzen unseren Weg, die Texte weitgehend offen und gedanklich herausfordernd, wie immer vorgetragen mit dieser Stimme, die Enthusiasmus und Gleichgültigkeit zur Perfektion verbindet, der man zuhören kann ohne müde zu werden, bei der man aber Ruhe findet wie selten.

Es ist nie zu spät für Neues.
So ist der Beginn des neuen Albums klangliches Neuland.
Ja, fast Reggae-Rhythmus, hör ich da.
Das ist ungewohnt. Sehet oben.

Dieses Zusammenführen von Dingen, die eigentlich nicht zusammengehören, gemeinsam aber eine interessante, komplexe Mischung ergeben, die

ERDMÖBEL

-Mischung eben, die ist wieder da, und wieder werden Erwartungen erfüllt und Hoffnungen genährt.

Wir sind da ja eigentlich ganz unvoreingenommen.
Und trotz der Aussage dieses Satzes schreibe ich ein eigentlich.

Man braucht diese Freiheit, in sich drin. Um sich einzulassen und nur mit Hintergedanken heranzutreten an diese neuen Verbindungen und Deutungen.
Lange Worte für kurze Wörter, große Liebe, Physik, warme Gefühle, natürlich auch die Geschehen um uns herum, drumrum, Gedanken.
Applaus, die haben das verdient.

Wir sind nicht das Volk (Lass sie rein) ist auch so ein Chanson. Der hätte Frau Merkel sicher gut gefallen, doch die ist ja nicht mehr. Lasst sie rein, wir sind eine Menschenmenge.
Lass sie rein, rein seltsam.

Immer braucht man eine gewisse Zeit, sich hereinzuhören. Hineinzufinden.
Die Gedanken anpassen.

Man entdeckt dann mit der Zeit und mit dem Erkennen der vermeintlichen Absicht liebgewonnene Momente.
Trotzdem ist
Guten Morgen, Ragazzi
anders und ich frage mich, ob mir das gefällt, gut gefällt oder ich mich noch nicht entschieden habe.
Die Momente, die nicht gleich passen, die nehmen Überhand, warum? Ist das, oder nur in Gedanken?
Supermond, Supermond, Supermond, Supermond, Supermond, Supermond, Wir sind nicht das Volk.

Viel zum Eingewöhnen, zu viel, unbeständig sagt der Wettermann eben.
Vom Regen.

Ich entschliesse mich letztendlich, weiter zu hören.
Und dann abzuwarten und zu schauen.

° ° °
76/100

ERDMÖBELGuten Morgen, Ragazzi

Guten Morgen
Bernouille Effekt
Felicità
Das Vakuum
Palindrom
Supermond
Wir sind nicht das Volk (Lass sie rein)
Das Mädchen auf den Stufen
Beherbergungsverbot
Rosa Plastiktüte


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