Hundert Töne – Hundert Worte: ROZI PLAIN – Prize (review)



(photo & allrights: ROZI PLAIN / Bandcamp)

° ° °
Ein neues Jahr, ein neues Glück?
Vorsätze?
Ich bin unsicher.

ROZI PLAIN

jedenfalls startet das Musikjahr 2023 mit ihrem neuen Album
Prize
und bringt uns ins klimaverändert herbstliche Ambiente synthiegetränkte Popmusik.

Ihr bereits fünftes Album beschert uns mit seiner Leichtigkeit einen wabernden verzerrten Folk-Pop-Sound mit zurückgelehnt anmutend jazzigen Klängen, die durch sophisticated Instrumentierungen und einfach strukturierte Songs ein Dahingleiten und Verschmelzen leicht macht.
Doch zu entspannt sollte man nicht werden, eher noch ein waches Auge auf die mitunter vielschichtig verschachtelten Worte und Lyrics verwenden.

In nur einzeln veränderten, stets wiederholenden Worten schafft sie eine Undurchsichtigkeit und eine Uneindeutigkeit, birgt so in ihren Songs (Prove Your Good) vielfältige Interpretationsmöglichkeiten.

Indem sie Instrumente verschwimmen lässt und ihnen, indem sie sie nicht wie üblich einsetzt, sondern beispielsweise Gitarren klingen lässt wie Akkordeon und dadurch nicht alltägliche Klangmomente verschafft, gelingt es ihr auf
Prize
eine schwebende Gleichmut herzustellen, in dem man sich schon recht bald umhüllt und geborgen fühlt.

° ° °

67/100

ROZI PLAINPrize

// in english:

A new year, a new happiness?
New Year’s resolutions?
I’m not sure.

ROZI PLAIN

starts the music year 2023 with her new album
Prize
and brings us into the climate-changed autumnal ambience synth-soaked pop music.

Their already fifth album brings us with its lightness a wafting distorted folk-pop sound with reclined seemingly jazzy sounds, which makes it easy to glide and melt through sophisticated instrumentation and simply structured songs.
But one should not become too relaxed, rather still use a watchful eye on the sometimes multilayered nested words and lyrics.

In only individually changed, always repeating words she creates an opacity and an ambiguity, thus harbors in her songs (Prove Your Good) multiple possibilities of interpretation.

By blurring instruments and not using them in the usual way, but making guitars sound like accordions, for example, and thus creating unusual moments of sound, she succeeds on
Prize
she succeeds in creating a floating equanimity in which one soon feels enveloped and secure.

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