Nur Mut: CAT CLYDE – Down Rounder (review)

(photo & allrights: CAT CLYDE / privat guteshoerenistwichtig)

° ° °
CAT CLYDE

ist eine coole Socke.

Ich bin gerade nicht sicher, ob man ohne in irgendwelche Fallen zu trappen so etwas sagen darf, aber.. es ist wahr.
Saucool, ohne jede Frage, ohne jeden Zweifel.
Sie schreibt Songs, von denen viele träumen.

Sie singt, wie eine Nachtigall im Sommerurlaub.

Und, das könnt Ihr Euch denken, so ein Vogel, der hat schon einiges zu bieten.

DOWN ROUNDER
heißt ihr neues Werk.
Und das beeindruckt vom ersten Ton an durch stylishes Understatement, verpackt in ästhetisch ansprechendes Ambiente mit genügend Schmutz am Körper, so dass man sich nur nicht steril oder, ja, zu glatt, zu sauber, zu einheitsgrau, zu langweilig etc etc etc fühlt.

Weil, das hier ist echt.
Das ist Arbeit.
Das ist Musik mit Investment.
Mit Herzblut.
Freude.
Freude.
Spaß.
Ein Teil vom Leben, nur mit Ton.
Was für ein Heldenwerk.
Das ist ganz doll spannend, aufregend, super.
Intimes Songwriting, dazu eine Instrumentierung,die einfach stimmungsvoll ist, die passt, die begleitet statt aufdringlich an jedwede Tür zu klopfen.
Hier weiß man, man ist willkommen.

Sie steckt da in einem ganz persönlichen Ding, nicht recht einer gewöhnlichen Einordnung in Kategorien unterziehen mag.

Das ist Do it yourself-Pop, Folk-Country und das ist für die junge Dame gleichzeitig wie ein Ritt durch Gegenwart und Vergangenheit, aber ebenso auch Problembewältigung und Bearbeitung. Abarbeitung von Gedanken mit einer Umarmung für die ganze Welt.

In dieser Musik fühlt sie sich wohl, widergespiegelt und verstanden, als Individuum, als Ganzes und als Musikerin, die ihren Weg und den Sinn des Ganzen auch in Aufarbeitung eigener Erlebnisse in ihren Liedern festhält.
Ein Statement des Augenblicks, eine Abrechnun mit Erlebtem, ein freundliches Lächeln für das, was da kommen mag.
Stets gute gelaunt, stets dieses schelmische Lächeln in ihrem jungen Musikerinnen-Image.

Sie versucht nicht, es allen recht zu machen.
Sie macht. Und das tut gut. Leidenschaftlich und mutig, selbstbewusst und ohne Hintergedanken, gradlinig, direkt, verspielt wenn es sich ergibt, schnörkellos wenn es sein muss.
Dabei muss hier gar nichts.

Eine Freiheit durchzieht dieses Album, ein Wohlgefühl.
Eine heiße Tasse Schokolade nach dem Spaziergang im Nieselregen, der Hund schüttelt sich, legt sich ab und nagt an seinem Kauknochen.

CAT CLYDE
weiß, was uns gut tut und ahnt, was uns gefällt.
Sie wollte bei den Aufnahmen möglichst authentisch dieses Gefühl beim Einspielen der Songs festhalten, dieses Live-Gefühl.



Das ist, wie früher zum Hausmeister geschickt werden und die Matritzen für die nächste Unterrichtsstunde abholen. Oder noch besser, wie eigene Matritzen abholen. Von der eigenen Schülerzeitung. Selbstgemacht, nur mit deinem besten Freund.

Eine Nase voll nehmen. Das gibt es nicht mehr. Nirgendwo. Glaube ich.

CAT CLYDE

hat diese Natürlichkeit, dieses Offene, dieses den Hörer an sich heran lassen. Auch mal kurz den Hintern tätscheln lassen, wenn’s denn sein muss.
Das ist Authentizität.
Das ist echt.
Gerade das denkt man, wenn man ihre Musik hört.


Mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit bewegt sie sich, ohne sich dabei von sich selbst zu entfernen.
Rauhe Stimme, großes Gefühl.

° ° °
95/100

CAT CLYDEDown Rounder
Second Prize Records, 17.2.2023


Everywhere I Go
Papa Took My Totems
Not Going Back
The Gloom
Mystic Light
Real Love
I Feel It
Eternity
Hawk In The Tree
Send You Love

// in english:

Just courage

CAT CLYDE
is a cool hottie.

I’m not sure right now if it’s okay to say that without falling into any traps, but… it’s true.
Saucool, without any question, without any doubt.

She writes songs that many dream of.
She sings like a nightingale on summer vacation.
And, as you can imagine, such a bird has a lot to offer.

DOWN ROUNDER
is the name of her new work.

And it impresses from the first note with stylish understatement, packed in aesthetically pleasing ambience with enough dirt on the body, so that you just don’t feel sterile or, yes, too smooth, too clean, too uniformly gray, too boring etc etc etc.
Because, this is real.
This is work.
This is music with investment.
With heart and soul.
Joy.
Joy.
Fun.

A part of life, only with sound.
What a heroic work.
This is very exciting, thrilling, super.

Intimate songwriting, plus instrumentation that is simply atmospheric, that fits, that accompanies instead of obtrusively knocking on every door.
Here you know you are welcome.
She is in a very personal thing, not quite a usual classification in categories may subject.

This is do-it-yourself pop, folk-country, and for the young lady it’s like a ride through the present and the past at the same time, but also problem solving and processing. Working off thoughts with an embrace for the whole world.
In this music she feels at ease, reflected and understood, as an individual, as a whole and as a musician who records her path and the meaning of it all in her songs, also in working through her own experiences.
A statement of the moment, a reckoning with experiences, a friendly smile for what may come.
Always in a good mood, always that mischievous smile in her young female musician image.
She doesn’t try to please everyone.
She does. And that feels good. Passionate and courageous, self-confident and without ulterior motives, straightforward, direct, playful when it arises, straightforward when it has to be.
But nothing has to be here.

A freedom pervades this album, a feeling of well-being.
A hot cup of chocolate after a walk in the drizzle, the dog shakes himself, lies down and gnaws on his chew bone.

CAT CLYDE
knows what makes us feel good and anticipates what we like.
She wanted to capture as authentically as possible this feeling when recording the songs, this live feeling.

It’s like being sent to the janitor in the old days and picking up the matrices for the next lesson. Or even better, like picking up your own matrices. From your own school paper. Homemade, just with your best friend.

Taking a nose full. That doesn’t exist anymore. Nowhere. I think.

CAT CLYDE

has this naturalness, this openness, this letting the listener get close. Even let them pat their butt for a moment, if they have to.
That is authenticity.
That is real.
That’s what you think when you listen to her music.
She moves with a lightness and matter-of-factness, without distancing herself from herself.
Rough voice, great feeling.

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