andy

Ihr kennt doch sicher diese Spaßpakete, ein riesiges Teil landet auf dem Tisch und man ist erst einmal überwältigt schon von der schieren Anwesenheit eines solchen Monstrums. Drei Rollen Geschenkpapier allein für die Außenhülle. Dann, darin, ein etwas kleinerer Karton. Eine Rolle. Darin: ein Päckchen. Dreieinhalb DIN A4 Bögen. Darin: eine Schachtel. Man grinst und die Mühe des Verpackens lässt die anfliegende Enttäuschtheit in der Ecke sitzen und man ist gespannt.
Oh. Ein Diamantring.

Dieses Album ist eine große Überraschung.
Es macht Spaß. Von vorn bis hinten.

Fans von John Frusciante (seinen nicht so ausschweifenden, ersten Solowerken) sollten mal ein paar Ohren offen halten.

Es ist unglaublich relaxt, entspannt. Und immer und immer wieder entwickelt sich eine kleine feine Melodie, die beweist: der Künstler hat einfach ein Händchen.

Spacige Ausflüge mit bowie-esken Momenten (My Axe) gibt es genauso wie einfach schnuckelige Balladen, die brüchige Stimme von

ANDY FITTS

tut ihr übriges um den Hörer einzulullen und ihm eine gehäufte Portion „Ich fühl mich wohl mit Dir“ einzuhauchen.

Babybird lässt grüßen wenn Andy dünnhäutige Melodien wispert.

Gespannt bis zum Anschlag.
Wie ein in der Sonne glitzerndes spinniges Wunderwerk, bevor dieses dummdreiste Insekt sich in ihm, vom bevorstehenden Tod gezeichnet, in den Bewegungen langsamer werdend, zögernd schließlich, darin verfängt.
Doch auch dieses passt ins vorwiegend ruhige Szenario.

Im Alter von 13 Jahren hat der auf Hawaii geborene Musiker begonnen, eigene Songs zu kreiren und Schlagzeug zu spielen. Er nahm mit einem Freund Vierspur-Kassetten auf und machte Musik in der Kirche. Schon früh sah er in der Musik die einzige Möglichkeit, seinen Gefühlen und Gedanken, auch und gerade Mädchen gegenüber, durch Poesie Ausdruck zu verleihen. Mit sieben schenkte ihm seine Mutter eine Kassette mit der Aufnahme von Solitude Solitaire von Peter Cetera. Im Second Grade, verliebt in ein Mädchen namens Julie, in Gedanken die Verbindung zwischen Ceteras Musik und Sex, gab er Julie die Kopfhörer und hielt ihre Hand.

Nach seinem HighSchool Abschluß 1998 in Hawaii verbrachte er einige Zeit mit Herumreisen, so war er in der Schweiz, Ungarn, der Türkei, Deutschland, Frankreich, Bosnien… So ging seine Erziehung: das College überspringen, reisen und Musik machen.

So verging einige Zeit, bis er in Seattle 2002 sein neues zu Hause fand und mehr Musik machen wollte, Auftritte hatte, bei Aqueduct am Bass im Jahr 2007 seine erste Banderfahrung hatte.
Es folgten Touren mit eigenen Stücken, die erste Platte (The Banyans), weitere Jahre der intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst und seinem Anspruch an das Leben und seiner Musik.

Die Aufnahmen zum vorliegenden Album stellen eine Verbindung dar zwischen der neuen Musik, dem Zeitgeist und seinen ganz persönlichen Erfahrungen und spiegeln seine Versuche wieder, mit seiner Musik und seiner Stimme besondere Momente einzufangen und festzuhalten.

Mit
Smoky Wilds

hat er sich nun, endlich, mehr als nur einen Traum erfüllt.

“These songs are ideas that help me close the gap between the life that I want and the one that I am living.”

andy

Start Cutting

Easier Said
Knuckles Down
My Axe
Father Time
Testing The Temper

Secret Skin
Roll My Chair
Mean Is A Bone
Yarn Tale

° ° °

° ° °

andyfitts.tumblr

soundcloud

bandcamp

93/100

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