girls
(photos & allrights: GIRLS IN HAWAII / Oliver Donnet / 62tvrecords / nadabooking)

Auf diesem Album sind einige der schönsten Songs des Jahres vereint.
Was man von Shearwater vor Veröffentlichung ihres letzten -Albums von eben dieser Band erwarten hätte können, gibt es in etwas abgewandelter aber ähnlich stimmungsreicher Form auf
Everest
der neusten Sammlung unglaublich intensiver, traurig melancholischer und schöner Songs der belgischen

GIRLS IN HAWAII,

die im Jahr 2002 von Antoine Wielemans und Lionel Vancauwenberghe ins Leben gerufen wurden und die
  im Lauf Ihrer Bandgeschichte einige Auf und Ab’s verkraften mussten..

Misses ist einer der oben erwähnten Songs, der aus dieser vielschichtigen Veröffentlichung hervorsticht.

° ° °

Ein intensiver Gefühlswall mit grandioser Melodieführung und einem Sänger, der dir direkt ins Herz stößt, ohne zu verletzen, tiefgehend und bohrend, auf und abschwellend wie gerade noch zu ertragender Wellengang in romantisch aufgewühlter See.

Wer es unter Umständen etwas schwungvoller haben möchte, für die gibt es dieses wunderbare Stück im „Mickey“-Remix:

There is always the sound,
Are you hearing it too
How it’s weird living inside the town.
Empty days without you.

There is always a fall
But it happened too soon.
How can I see the living all around,
When I struggle with you

There is always a clock
Gods beyond, by the curve
What’s the point to give in
To desperation? to desperation…

Youth in the sun drowned in broken seas
Cruising the summer sands
Despite all the bruises coming from the side
You’ll always be young and amused (and amused)

I miss you…

° ° °

Dazu hier dann, eine Erinnerung an den 2010 bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommenen Drummer Denis Wielemans und die Auseinandersetzung mit der Thematik Leben, Tod, und Überleben, die sich wie ein roter Faden durch nahezu alle Titel zieht.

Die

GIRLS IN HAWAII

sind knapp fünf Jahre nach ihrem letzten Werk „Plan Your Escape“ auf einer neuen Ebene angekommen.
Es ist eine trotz all der widrigen Umstände und erlittenen Schicksalsschläge, die eine gemeinsame Zukunft als Band beinahe zunichte machte eine Hoffnung zu spüren, ein Widersetzen und ein „jetzt erst recht“.
Melancholie und große Gefühle prägen das Bild auf
Everest

und verschaffen der Musik der

GIRLS IN HAWAII

eine Tiefe und nach Innen gerichtete Atmosphäre.

Das man nicht von den vermittelten Emotionen überrollt wird und in düsterer Hoffnungslosigkeit versinkt,
ist nur eine der Stärken dieser Songs.

Wie auf dem Schnee des Covers umhergleitende Vocalharmonien und schmelzend brodelnde Synthiemelodien beenden mit Rorschach ein Album, dessen Titel mit
Everest
in Bezug auf die Größe der Songs treffend gewählt ist.

Irgendwo oben stehen sie und sehen auf alles herunter.

gih

The Spring
Misses
We Are The Living
Changes Will Be Lost
Switzerland
Here I Belong
Not Dead
Mallory’s Heights
Head On
Rorschach

° ° °

girlsinhawaii

95/100

Ein Kommentar zu „Freiheit von oben: GIRLS IN HAWAII – Everest

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