Irgendwo im Liebesland: EMMY THE GREAT – Second Love

Also, Plattencover sind ja immer so eine Sache.
Zu Weihnachten schenkte mir meine geliebte Gattin ein Dreierset mit Rahmen, die man mit LP-Covern füllen kann – und natürlich ganz nach Lust, Laune und Jahreszeit entsprechend verändern kann.
Ein Blickfang. Hängt jetzt im Schlazimmer.
Momentan Nick Cave, The Twilight Sad und Element Of Crime.
Außer Frage steht für mich, dass das Cover des neuen Albums von Emma-Lee Moss, kurz

EMMY THE GREAT

dort nie einen Platz finden wird.

Und wir sprechen hier nicht von der Musik (die wird sicher auch gern mal im Schlafzimmer zu Gemüte geführt) sondern von der Optik des Werks.
Aber, bekanntlich isst man das Auge ja mit.
Und dieses Porträt einer gezöpften leicht desorientiert schauenden Dame.. nein. Würde mir den Schlaf rauben und macht ästhetisch gar nicht so viel her.

Zum Glück weiß man bekanntlich nicht nur von der Musik:
Niemals vom Cover auf den Inhalt schließen.

Emmy_The_Great_Second_Love.jpg

 

Mit
Second Love
erscheint in der kommenden Woche das neue Album von

EMMY THE GREAT 

via Bella Union.
Das Erscheinen ihres letztes Solowerk liegt mittlerweile fünf Jahre zurück.

Durch verschiedene Wendungen im Lebensweg der Künstlerin, die in den letzten Jahren von London zunächst nach LA und dann nach New York umzog, sind es die Erlebnisse und Emotionen, die bei der Entstehung ihrer neuen Songs eine gewichtige Rolle spieltendie zwischenmenschlichen Beziehungen und das nicht immer offensichtliche Dazwischen.

Natürlich lernt man an neuen Orten auch neue Menschen kennen. So sind auf
Second Love
unter anderem Tom Fleming (im bereits vorab zu hörenden Swimming Pool), Du Blonde und Gabriel Bruce beteiligt.

Im Eröffnungsstück, Swimming Pool fühlt man sich versetzt in einen Nachmittag im sommerlichen Ambiente, die leise gestreuten Synthies vermitteln etwas von Sonnenuntergang.

https://vimeo.com/113647450

In der Folge dann haben wir es zu tun mit feinsinnigem Gespür für das Kleine, das manchmal eine ganze Welt bedeuten kann, wenngleich es für den Außenstehenden nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Ihre Sounds verfeinert sie mit Streichern (leicht gestreut in Algorithm), Naturgeräuschen (Hyperlink) oder großem Chor (Constantly – das fast calypsomäßig in unseren Alltag schwappt).

Take It Slow Like A Heartbeat betört sie uns in Less Than Three und lässt uns einen Moment innehalten und vielleicht auch über das Sein und den Sinn des Daseins nachdenken.

Und statt anzunehmen, dass die Antwort auf alle Fragen einfach vom Winde verweht wurde, weiß

EMMY THE GREAT

I know love is the answer in the end

° ° °

Swimming Pool
Less Than Three
Algorithm
Hyperlink
Constantly
Social Halo
Never Go Home
Dance W Me
Phoenixes
Shadowlawns
Part Of Me
Lost I You

° ° °

https://vimeo.com/158008940

83/100

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