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(photo & allrights: TUSKS / Harvey Pearson)

° ° °

Mit einem unheilvoll tönenden Beginn startet
Dissolve,
das Debüt-Album von
TUSKS.

Mit ihrem hingehauchten Gesang durchbricht Emily Underhill immer wieder die nebelgleich wabernden Electrobeats, die mal peitschen, mal auf Distanz von allem zu gehen scheinen.

Die junge Londoner Electronic-Sound-Künstlerin die als Produzentin und Songwriterin tätig ist schafft auf ihrem Album eine voluminöse Melange aus bekannt anmutenden Klängen, die sie derart bearbeitet und verfremdet, das ungeahnte neue Soundwelten entstehen. Diese Momente, die voller Spannung und Energie mal an The XX erinnern, die einen daraufhin mit pulsgleichen Trip-Hop-Elementen in jugendlicher Leichtigkeit in die Welt von Bonobo transportieren, andererseits Teile emotionaler Tiefe wiederspiegeln. Verzerrte Choräle, die im Widerspruch mit sich und ihrer Umgebung zu stehen scheinen, gesampelte Stimmen spielen mit organisch anmutenden orchestralen Einspielungen verwoben in einem Kaleidoskop, schneidend scharf im einen Augenblick, dann wieder Intimität verbreitend wie beispielhaft im grandios gelungenen Titeltrack.

Ein Werk fast dramatischer Schönheit, deren Klänge uns mitreißen und unsere Gedanken und Empfindungen ganz dicht bei der überaus sympathischen Künstlerin sind und hoch hinaus in gipfelstürmende Höhen zu schwingen um dann wieder tief in dunkelemotionale Spannungsbögen hinübergleiten.

° ° °

84/100

TUSKSDissolve
One Little Indian, 13.10.2017

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For You
False
Last
Dissolve
1807
Paris
Ivy
Toronto
My Love
London Thunder

 ° ° °

 

 

// in english

It starts with an ominous beginning,
Dissolve,
the debut album of
TUSKS.

Emily Underhill breaks through the foggy electrobeats with her breathless vocals, which sometimes whip and sometimes seem to be at a distance from everything.

The young London-based electronic sound artist, who works as a producer and songwriter, creates a voluminous melange of familiar sounds on her album, which she processes and alienates in such a way that unimagined new sound worlds are created. These moments, full of tension and energy, are reminiscent of The XX, which transport you into the world of Bonobo with pulsating trip-hop elements in youthful lightness, on the other hand they reflect parts of emotional depth. Distorted chorals, which seem to be in contradiction with themselves and their surroundings, sampled voices play with organically seeming orchestral recordings interwoven in a kaleidoscope, incisively sharp in one moment, then again spreading intimacy and exemplary in the grandiosely successful title track.

A work of almost dramatic beauty, whose sounds carry us along and our thoughts and feelings are very close to the extremely likeable artist and to swing high up into the heights of the summit and then glide again deep into dark emotional arcs of tension.

Ein Kommentar zu „Innere Welten: TUSKS – Dissolve

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