(photo & allrights: PILLOW QUEENS / bandcamp)



Wir hatten diese Jahr schon einige Debüt-Alben, deren Veröffentlichung geplant oder nicht gepant war, und natürlich mehr oder weniger berauschende, bezaubernde, hinhaltende, enttäuschende Ergebnisse präsentierten… die Liste ist lang, die Musik mal mehr, mal weniger vielversprechend, mal mehr, mal weniger begeisternd… Ich wiederhole mich.

Nimmt man die Vorschusslorbeeren, die

PILLOW QUEENS

vor der Veröffentlichung Ihres Albums
In Waiting
einheimsten, dürfte es sich hier um so etwas wie einen Geheimtipp auf eine schillernde Zukunft, einen heimlichen Gewinner, ein ganz dickes Ding und ein großartiges Album handeln.

Lässt man nun die Musik auf sich wirken und verarbeitet erste Eindrücke, so ist dies ein durchaus gelungenes Werk, von gehörten Lobpreisungen und Hurra-Rufen dennoch ein gutes Stück entfernt.

Trost, Hoffnung, Liebe, magische Momente, perfekt aufeinander abgestimmt, blindes Vertrauen. So nur ein paar wenige Schlagworte, die man im Netz bei nur kurzer Suche über die Dubliner Musikerinnen und deren bei Stargazer Records erschienenes Debüt findet.

Mal wurde etwas zu sehr Uhh-Uhhh (Child Of Prague), dann etwas zuviel Woooooo-haa-oooh verteilt. Neben der Eingängigkeit ihrer Songs, neben den (Entschuldigung) etwas billig wirkenden hereingerufen Refrains, die mich an die 70ger und Anfänge der achtziger Jahre erinnern, ich komme irgendwie nicht umhin, festzustellen: Da ist mir zu viel Schlagermentalität verwurschtelt; nehmen wir beispielsweise Handsome Wife… mit nicht enden wollender Ruf-Sing-Stimme und recht anstrengendem Lyric-Überschuss.

So stehen allzu oft recht anstrengende Songs (A Dog’s Life) coolen Hymnen (das gleich folgende Gay Girls) gegenüber und hinterlassen in all ihrer spürbaren Ambition mit ihrem melodiös wirbelnden Inselgitarren bei mir einen positiven, dennoch aber gespaltenen Eindruck.


° ° °
72/100

PILLOW QUEENSIn Waiting
Stargazer Records, 25.9.2020

Holy Show
Child of Prague
Handsome Wife
Howdoilook
Liffey
A Dog’s Life
Gay Girls
Harvey
Brothers
Donaghmede

// in english:

The four question marks

We’ve already had several debut albums this year, planned or unplanned, and of course more or less exhilarating, enchanting, stalling, disappointing results… the list is long, the music sometimes more, sometimes less promising, sometimes more, sometimes less inspiring… I repeat myself.

If you take the premature praise that

PILLOW QUEENS

before the release of your album
In Waiting
it might be something like an insider’s tip for a glittering future, a secret winner, a really big deal and a great album.

If one lets now the music on itself work and processes first impressions, then this is a quite successful work, from heard praise and Hurra calls nevertheless a good piece far away.

Comfort, hope, love, magic moments, perfectly coordinated, blind trust. These are just a few keywords that can be found on the net after a short search for the Dublin musicians and their debut on Stargazer Records.

Sometimes a bit too much Uhh-Uhhh (Child Of Prague), then a bit too much Woooooo-haa-oooh was distributed. Besides the catchiness of their songs, besides the (excuse me) somewhat cheap-looking called in choruses, which remind me of the 70s and early 80s, I can’t help but notice: Too much hit mentality is muddled up in my mind; let’s take Handsome Wife for example… with a never-ending shouting-singing voice and quite exhausting lyric excess.

So all too often quite exhausting songs (A Dog’s Life) are contrasted with cool hymns (the following Gay Girls) and leave a positive, yet divided impression on me in all their perceptible ambition with their melodically swirling island guitars.


2 Kommentare zu „Die vier Fragezeichen: PILLOW QUEENS – In Waiting (review)

  1. Stimmlich erinnert mich das stellenweise an die frühen Tegan and Sara. Nur ohne den damaligen Punk im Sound…

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